So kannst du einen Vielfliegerstatus erreichen!

Jedes Vielfliegerprogramm ist anders, doch einige Dinge haben fast alle Programme gemein. Deshalb stelle ich dir heute diese Gemeinsamkeiten der Vielfliegerprogramme vor damit du einfach einen Vielfliegerstatus erreichen kannst.

Fast jedes Vielfliegerprogramm hat 4 Statuslevels

Typischerweise gliedert sich ein Programm in vier Statusstufen: Mitglied, Silberstatus, Goldstatus und Platinstatus. Je nach Programm haben diese Stufen unterschiedliche Namen. Üblicherweise bieten sie die folgenden Vorteile:

1. Mitglied

Nach der Anmeldung zum Programm bekommt man eine Mitgliedsnummer mit der das Sammeln von Meilen möglich ist. Ansonsten gibt es noch keine nennenswerten Vorteile.

2. Silberstatus

Der erste Status bietet dir mehr Freigepäck. Je nachdem ob die Airline das Stück- oder das Gewichtskonzept anwendet kannst du entweder einen zusätzlichen Koffer oder 23 kg mehr aufgeben. Außerdem kannst du am Business Class Check in Schalter einchecken und so lange Schlangen bei der Gepäckaufgabe vermeiden.

3. Goldstatus

Ab dem Goldstatus gestatten Airlines allianzweiten Loungezugang. Während manche Airlines ihre eigenen Kunden auch schon mit Silberstatus in die einen Lounges lassen ist der Zugang ab dem Goldstatus bei allen allianzweiten Flügen möglich. Zusätzlich darf die Fastlane an der Sicherheitskontrolle sowie Priority Boarding benutzt werden.

4. Platinstatus

Der höchste Vielfliegerstatus bietet bei jeder Airline spezifische Vorteile. So bietet die Lufthansa HON Circle Mitgliedern Zugang zu ihren First Class Lounges. Innerhalb der  Oneworld Allianz dürfen sogar alle First Class Lounges verwendet werden. Manche Airlines bieten ihren Kunden auch Upgradevoucher auf eine höhere Beförderungsklasse an.

Wie kann ich einen Vielfliegerstatus erreichen?

Zuerst muss man zwischen Prämienmeilen und Statusmeilen unterscheiden.

Prämienmeilen sind vergleichbar mit einer Währung: verdiente Meilen können für Awardflüge eingelöst werden, wodurch sich das Meilenkonto um die eingelösten Meilen verringert. Neben dem Fliegen gibt es viele Möglichkeiten, Prämienmeilen zu sammeln.

Statusmeilen werden berechnet, indem während des Qualifikationszeitraumes alle gesammelten Meilen auf deinem Meilenkonto addiert werden. Dadurch wird dann der Status für die folgenden zwei Kalenderjahre berechnet.

Wenn man nun genügend Statusmeilen innerhalb des Qualifikationszeitraumes sammelt kann man den Vielfliegerstatus erreichen, der diese Anzahl an Meilen erfordert. Des weiteren kann mancher Vielfliegerstatus auch über Segmente erreicht werden.

Die Höhe der Meilenvergabe hängt bei vielen Vielfliegerprogrammen von der Buchungsklasse ab. Günstige Tickets buchen in eine günstige Buchungsklasse für die wiederum weniger Meilen als für eine teurere Buchungsklasse vergeben werden. Einige Vielfliegerprogramme wie Air France / KLM Flying Blue oder Miles & More sind jedoch in letzter Zeit zu einer umsatzbasierten Vergabe von Prämien- oder Statusmeilen übergegangen. Welche Buchungsklasse bei welchem Vielfliegerprogramm gutgeschrieben werden kann und wie viele Meilen diese ergibt kannst du einfach bei Wheretocredit nachlesen.

Statusgültigkeit und Requalifikation

Ein Vielfliegerstatus ist in der Regel 1 oder 2 Jahre gültig. Wenn während dieser Zeit keine Requalifikation erfolgt wird der Vielflieger entweder auf die Mitgliedsstufe zurückgestuft oder wird durch ein Soft Landing nur um eine Stufe zurückgestuft. Falls der Status gleich im ersten Jahr requalifiziert wird ist bei vielen Programmen im folgenden Jahr keine Requalifikation erforderlich. Solch ein Jahr in dem keine Requalifikation erforderlich ist nennt man totes Jahr. Manche Programme bieten nach langjähriger Requalifikation einen Status auf Lebenszeit an.

 

 

Meilensprechstunde 3 – E-Ticket und Ticketnummer

In der heutigen Meilensprechstunde geht es um die Ticketnummer eines Flugtickets und deren Funktionen. Heutzutage werden bei großen Airlines nur noch elektronische Tickets (e-Tickets) ausgestellt. Während es bis Anfang der 2000er Jahre üblich war ein Papierticket nach dem Kauf nach Hause geschickt zu bekommen und dieses dann beim Check In vorzulegen haben sich die e-Tickets vollständig durchgesetzt. Seit 2008 schreibt die IATA das Ausstellen von E-Tickets sogar vor.

Bestandteile eines e-Tickets: Nicht nur die Ticketnummer

E-Tickets enthalten den Buchungscode für den Zugriff auf die Buchung. Während nur ein Buchungscode pro Buchung ausgestellt wird erhält jeder Passagier auf dieser Buchung eine eigene e-Ticket Nummer. Folgende Informationen sind auf dem e-Ticket zu finden:

e-Ticket mit Ticketnummer
E-Ticket von Malaysia Airlines

Ticketnummer: 232 (gibt die ausstellende Airline an) -2450415013
Buchungscode: R2OVDQ – damit kannst du auf deine Buchung zugreifen
Flugstrecke und Flugdaten
Flugnummer: MH3753 – MH ist das Kürzel für Malaysia Airlines
Operated by: Maswings ist die ausführende Fluggesellschaft
Flugzeugtyp: ATR42
Buchungsklasse: Q (Economy restricted)
Gepäck (inkludiert oder bezahlt)
Preis: gliedert sich in Basispreis (79MYR) und Zuschläge (61,66MYR)

Jedem Ticket liegen Tarifregeln (Fare Rules) zu Grunde

Wenn man ein Ticket bucht liegen diesem eine Buchungsklasse sowie Tarifbestimmung, sogenannte Fare Rules, zu Grunde. Diese Tarifbestimmungen entscheiden, welche Konditionen bezüglich Stornierung, Umbuchung, erlaubte Flugstrecke und vieles mehr zum Tragen kommen. Leider sind die Tarifregeln bei Buchungen über das Internet in den seltensten Fällen einsehbar. Reisebüros können diese hingegen leicht einsehen. Eine Möglichkeit die Tarifregeln einzusehen ist die ITA Matrix. Dieser zu Google gehörige Dienst bietet die einzigartige Möglichkeit nach den in Buchungssystemen hinterlegten Tarifen zu suchen. Allerdings können über die ITA Matrix keine Buchungen durchgeführt werden, da das nur über ein Onlinereisebüro (OTA) oder die Webseiten der Airlines selbst möglich ist.

In diesem Video geht es um die Ticketnummer bei e-Tickets:30

Meilen für Sachprämien einlösen

Sachprämien – was sind das?

Normalerweise denkt man beim Einlösen von Meilen an Prämienflüge. Während dies nach wie vor eine der beliebtesten Arten zum Einlösen von Meilen ist, ist es längst nicht die einzige Möglichkeit. Fast alle Vielfliegerprogramme bieten über einen Partner einen eigenen Webshop, bei dem Meilen gegen Sachprämien wie Koffer, Handys oder Sonnenbrillen eingetauscht werden können.

Lohnen sich Sachprämien?

Man kann den Wert einer bestimmten Prämie leicht ausrechnen. Dazu sucht man sich die gewünschte Prämie im Katalog des Vielfliegerprogramms und vergleicht diesen mit anderen Alternativen wie einem Prämienflug. Ein Beispiel aus dem Miles & More Worldshop:

Sachprämien: Miles & More World Shop
Miles & More World Shop: Iphone

Iphone 7: 629€ oder 208.000 Meilen

Das bedeutet, dass 100€ im Worldshop einen Gegenwert von 33.000 Meilen haben. Nun ziehen wir die Kosten eines Awardfluges in Business Class in die USA als Vergleich heran. Dieser kostet bei Miles & More hin und zurück 105.000 Meilen. Zusätzlich wird noch eine Zuzahlung von circa 600€ fällig. Wenn wir für diese 105.000 Meilen auch einen Gegenwert von 100€ je 33.000 Meilen ansetzen dann kommen wir auf einen Wert von 318€ + 600€ = 918€. Wenn man bedenkt, dass ein flexibles Business Class Ticket in die USA im Regelfall bedeutend teurer ist liegt der reale Gegenwert durch die Ersparnis eines Bezahltickets wohl eher bei 2.000 bis 3.000 Euro.

Für wen sind Sachprämien eine Alternative?

Den besten Gegenwert für seine Meilen bekommt man also üblicherweise indem man die Meilen für Langstreckenflüge in Business- oder First-Class einlöst. Für Vielflieger mit prall gefüllten Meilenkonten ohne Ambitionen in ihrer Freizeit ein Flugzeug zu besteigen ist das Einlösen für Sachprämien aber sicherlich eine Alternative.
Um dem Verfall von Miles & More Meilen vorzubeugen ist es allerdings nicht nötig die Meilen für Sachprämien einzulösen. Hierfür reicht es schon eine Miles & More Kreditkarte zu besitzen oder einen Status bei Miles & More zu haben.

Im folgenden Video findest du eine Erläuterung von Sachprämien am Beispiel von Miles & More:

Alternativen zum Frequent Traveller Status (FTL) bei Miles & More!

Bis zum FTL und nicht weiter

Der Frequent Traveller Status (FTL) ist der Silber Status von Miles & More und der am einfachsten zu erreichende Status von Europas größtem Vielfliegerprogramm.  Er ist auch der einzige Status der über Flugsegmente erreicht werden kann da der Senator und HON Circle Status nur über Meilen erreicht werden können. Daher ist es nicht verwunderlich, dass viele Berufspendler zwar den FTL erreichen aber niemals die Qualifikation zum Senator Status schaffen.

Der FTL bietet bereits viele Vorteile

– Rabatt auf die Miles & More Kreditkarte
– 25% Meilenbonus für Status- Prämien- und HON Circle Meilen
– Kein Meilenverfall
– Business Class Check-in bei der Lufthansa Group
– Ein zusätzlicher Koffer beim Stückkonzept, 40kg Gepäck beim Gewichtskonzept
– 3. höchste Wartelistenpriorität nach Senatoren und HONs
–  Zugang zu den Lounges der Lufthansa, Austrian, Swiss, LOT und Brussels Airlines bei einem Flug mit der Lufthansa Group. Bei Flügen mit Eurowings muss der SMART oder BEST Tarif gebucht werden um Loungezugang zu erhalten.

Der FTL am Limit

Geschäftsreisende schätzen besonders den Checkin am Business Class Schalter um Zeit zu sparen. Doch gerade hier bietet der Senator oder ein Star Alliance Gold Status noch deutlich mehr. Dieser gewährt auch Zutritt zur Fastlane sowie ermöglicht die Benutzung des Priority Boardings.
Durch den inkludierten Loungezugang lassen sich Wartezeiten am Flughafen überbrücken. Dies ist die zweite Schwachstelle des FTL, da zum einen Loungezugang nur ohne Begleitperson möglich ist. Zum anderen wird der Zutritt nur zu den Business Class Lounges der Lufthansa Group gewährt. Sobald man auf Star Alliance Flügen außerhalb der Lufthansa Group unterwegs ist oder zwar mit dieser fliegt, der Flughafen aber nur eine Star Alliance Gold Lounge hat, bleibt man vor dieser stehen. Typischerweise sind die Senatorlounges auch etwas aufgewertet und weniger überlaufen als die Business Class Lounges.

Die Alternativen

Was bleibt also übrig wenn der Senator in unerreichbarer Ferne ist und man sich nicht mit den Vorteilen des FTL zufrieden geben will? Die Star Alliance hat viele Mitglieder und fast jede Airline hat ihr einiges Vielfliegerprogramm. Anstatt Meilen immer nur bei Miles & More zu sammeln kann man auch bei diesen sammeln und dort einen Star Alliance Gold Status erreichen. Oftmals werden für die Qualifikation bei anderen Programmen nämlich viel weniger Meilen benötigt. Im folgenden Video stelle ich dir daher 3 Alternativen zum Senator Status vor damit du dich nicht mit dem FTL Status begnügen musst!

Meilensprechstunde 2 – Was ist ein Buchungscode?

In der zweiten Meilensprechstunde erkläre ich was ein Buchungscode ist, wie dieser aufgebaut ist und wozu er dient.

Was ist ein Buchungscode?

Ein Buchungscode ist ein computergenerierter, normalerweise sechsstelliger Code mit dem ein Datensatz in einem IT-System gefunden werden kann. Dieser ist nicht mit der Ticketnummer zu verwechseln. Dabei kann es sich um eine Flugbuchung, eine Hotelbuchung, ein Zugticket, eine Mietwagenreservierung oder ähnliches handeln. Der Buchungscode dient als Schlüssel zum einem Datensatz, beispielsweise bei Flugbuchungen zum Fluggastdatensatz (auch PNR – Passenger Name Record genannt).

Wozu verwendet man den Buchungscode?

Über den Buchungscode eines Flugtickets kann man auf einen reservierten Flug zugreifen und diesen bearbeiten. Der Passagier benötigt diesen Code wenn er auf seine Reservierung über die Webseite der Airline zugreifen will. Zusätzlich20 wird immer der Nachname des Passagiers, manchmal auch der Vorname abgefragt. Nach dem Einloggen kann dieser Daten des Fluges ändern, Sitzplätze reservieren oder Sonderessen anfordern. Auch bei einem Anruf im Callcenter der Airline hilft der Code dem Agenten die Buchung schnell zu finden.

Es gibt viele verschiedene Codes

Da es in der Luftfahrtindustrie verschiedene Reservierungssysteme gibt funktioniert nicht jeder Code in jedem System. Wenn eine Flugbuchung über ein globales Distributionssystem (GDS) getätigt wird, dann wird der Code von diesem ausgestellt. Beispiele dafür sind CheckmyTrip von Amadeus oder Virtually There von Sabre. Auf diesen Seiten können die vom jeweiligen System ausgestellen Tickets aufgerufen werden. Einige Low Cost Carrier verfügen über ein eigenes Reservierungssystem das eigene Buchungscodes erstellt. Auch diverse Onlinereisebüros erstellen ihre eigenen Codes sodass man überprüfen muss welcher Code der richtige ist.